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Aus dem MAROLD-Archiv

Erfolg ist der größte Feind der Veränderung.

Never change a running system – gilt das heute noch?

Laptop auf einem roten Tisch
Aus dem MAROLD-Archiv

Never change a running system – gilt das heute noch?

Viele Jahre lang war es üblich, im Leichtathletik-Hochsprung vorwärts über die Latte zu springen. Bis 1968 Dick Fosbury bei den Olympischen Spielen mit einer neuen Technik die Goldmedaille gewann. Genannt nach ihm, Fosbury Flop, der bis heute von den meisten Sportlern gesprungen wird.

Was hätte der amtierende Weltmeister wohl gesagt, wenn man ihm gesagt hätte, er solle eine neue Sprungtechnik ausprobieren, weil er dann noch höher springen würde.

Es ist normales menschliches Verhalten, an einem Erfolgssystem festzuhalten – so lange, bis einer kommt, der es anders und besser macht. Die hohe Kunst an nachhaltigem Erfolg liegt heute aber darin, sein eigenes Erfolgssystem frühzeitig zu hinterfragen. Sich selber zu disruptieren und nicht darauf zu warten, dass es andere tun.

Ja, Erfolg ist oft der größte Feind der Veränderung. Wir lernen vor allem aus Misserfolgen.

Und das wird jetzt spannend. Die Pandemie hat zwei Lager geschaffen, die Gewinner und die Verlierer. Wer hat sich wohl am meisten verändern, nachdenken, kreativ werden müssen? Am Ende werden vielleicht die Letzten die Ersten sein?